Appenrode

Authentisches Appenrode

Jurybereisung zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Das Motto der Jurybereisung sagt schon Alles aus: „Authentisches Appenrode – Authentisch ist das neue cool! „Wir zeigen uns so wie wir sind: bodenständig, pragmatisch und mit einer gesunden Unbekümmertheit in der Planung und Umsetzung von Projekten.“, war sich der Ortsteilrat recht früh klar. In 120 Minuten die wesentlichen eigenen Punkte zu setzen, sich nicht zu verzetteln und trotzdem ein größtmögliches Spektrum der Dorfgemeinschaft abzubilden, ist eine Herausforderung. Dieser stellten sich die Appenröderinnen und Appenröder und präsentierten der Jury ihre Erfolge, die Ideen und schonungslos die Stärken und Schwächen.

Nach einer kurzen Vorstellung am Friedhof, führte Ortschronist Ralf Napiralla mit einem Dreizeiler ein. Dies sollte sich an den verschiedenen Haltepunkten wie ein roter Faden durchziehen. Katja Hartung referierte über das Friedhofskonzept. Sie erwähnte Geschaffenes und noch zu Tuendes. Karsten Spieß stellte kurz das Leitbild vor und Ortsteilbürgermeister Ingmar Flohr, der gekonnt und zackig durchs Programm führte, ging noch kurz auf die Naherholungsregion Süd mit der „Kelle“ ein. Per Traktor ging es zu Punkt zwei – dem Feuerwehrgerätehaus. Christian Spieß, der stellvertretende Wehrleiter, sprach über Herausforderungen der derzeitigen Infrastruktur, über die gesellschaftliche Rolle einer Ortsfeuerwehr und voller Stolz über die sehr starke Jugendfeuerwehr. Es wurde noch zügig auf den geplanten Neubau Bezug genommen und sodann setzte sich der Tross wieder in Bewegung. Nächster Halt: Dorfgemeinschaftshaus. Bei der Fahrt durch den Ort lief das von Familie König neu aufgelegte „Appenröder Lied“ durch die Straßen und Gassen. Der Dorffunk als Alleinstellungsmerkmal durfte nicht fehlen und weckte am Dorfgemeinschaftshaus das Interesse der Juryteilnehmer. Nach einem knappen geschichtlichen Abriss wurde der Planungsstand des neuen Dorfzentrums thematisiert. Maik Marhold präsentierte folglich den Schützenkeller, informierte über den Verein und den unbedingten Willen das diesjährige Schützenfest durchführen zu wollen.

Immer die Zeit im Blick, läutete Ralf Napiralla die Glocke und das bedeutete: „Aufsitzen!“ Die dreißigköpfige Reisegruppe setzte sich in Richtung Sportplatz in Bewegung. Hier soll bis zum Jahre 2030 der „Erholungscampus Ochsenborn“ entstehen. Neben den bereits errichteten Wohnmobilstellplätzen soll sich auch für die Bürgerschaft ein schönes Areal entwickeln.

„Wir brauchen Gäste in unserem Ort bzw. unserer Region. Weder die schönen Ausflugsziele noch eine künftige Gastronomie können wir aus dem Ort mit Leben erfüllen. Am Ende profitieren wir Alle davon.“, ist sich Ingmar Flohr sicher und sagt auch: „Hier ist noch Aufklärungsarbeit notwendig!“

Die Glocke erklingt. Es geht weiter zur Familie Smolla. Diese zog mit Ihren drei Kindern 2019 aus der Stadt in den Ort. Sie machten aus einem alten Haus ein Schmuckstück. Dies zeigten Sie den Gästen und brachten in Ihrem Hintergebäude einige Jurymitglieder zum Staunen. Dort steht ein neuer Lehmofen, der das erste Mal angefeuert wurde. Selbst gebackenes Brot und selbst gebrautes Bier wird gleich daneben hergestellt. Kostproben sollte es später geben.

Am Kreuzweg warteten beim nächsten Stopp Ralf Oberbüchler und Tobias Weber von der Jagdgruppe Appenrode. Beide erzählten den Gästen ihre Motivation, informierten über den angelegten Nussbaumlehrpfad und über den aktuellen Bau einer schönen Wanderhütte.

Ingmar Flohr ergänzte zur Naherholungsregion Nord. Mit dem Steinmühlental, der direkten Anbindung an das Harzer Hexenreich in Rothesütte, und der Hayner Linde gibt es auch hier großartige und gut nachgefragte Wanderziele und -routen.

Die Fahrt zum Endpunkt, dem Gackerlandblick, zeigte der Jury, das was uns ausmacht. Der Traktor hielt steigungsbedingt an, man stieg ab und ging fortan zu Fuß zu Hütte. Mit jedem Schritt öffnete sich das Panorama und ein wahnsinnig schöner Blick über Appenrode und den Südharz.

An der Hütte warteten bereits Anja Schlottke sowie Gitte und Frank Smolla mit der Verpflegung. Frank Merkl ging noch kurz auf die Entstehungsgeschichte der Hütte ein und warum der Ort so beliebt ist.

Das Schlusswort oblag dann dem Ortsteilbürgermeister: „Sie haben sicherlich gemerkt, dass wir uns auf den heutigen Tag gefreut haben. Wir wollten authentisch sein. Wir haben uns sehr gefreut, dass Sie unsere Gäste waren und danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.“

Bei frisch gebackenem Kuchen, Wildwurstspezialitäten, noch warmen Brot aus dem Lehmofen und selbst gebrautem Bier klang der Nachmittag aus. In lockerer Runde wurden Gedanken ausgetauscht, neue Ideen geboren und Kontakte geknüpft.

Es war ein aufregender Tag mit viel Vorbereitung, Herzblut und einer gehörigen Spur Lokalpatriotismus.

Nun gilt es bis zum 10. September zu warten. Dort wird der Landessieger gekürt und die weiteren Platzierungen bekannt gegeben.

Der Ortsteilrat bedankt sich bei allen Helfern und Unterstützern für einen reibungslosen Ablauf. Wir machen weiter. Denn Appenrode hat eindeutig Zukunft!