Appenrode hat Zukunft

Mit Jury bei bestem Wetter im Gackerland – Mobil durch den Ort!

Am 19. Juni erfolgte der zweistündige Besuch der Fachjury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in der nördlichsten Teilnehmergemeinde.

Angesichts eines, durch die eingesetzte Arbeitsgruppe, straff geplanten Ablaufes ging es nach einer kurzen Vorstellung mit dem Traktor durch den Ort. Die sechs-köpfige Jury unter Leitung von Herrn Hans-Gerhard Schneider nahm Platz uns los ging es.

Erster Halt nach Befahrung der neu gebauten Ilfelder Straße war der nordöstliche Ortseingang.  Hier referierte Herr Ronald Kuß, Hauptamtsleiter der Stadt Ellrich, über den Harzradrundwanderweg.  Dirk Jäger machte auf die 800 Jahre alte Hayner Linde aufmerksam und das bürgerschaftliche Engagement bei der Errichtung der Hayner Brücke im Jahre 2014. Weiter ging es durch den kommunalen Teil der Ilfelder Straße und die Ellernstraße zur St. Jakobi Kirche. Hier übernahm der Gemeindekirchratsvorsitzende, Burkhard Becker, die Moderation und informierte über 163 Kirchengemeindemitglieder, die Investitionen in die ferngesteuerte neue Läutanlage sowie die Ausstattung mit einer neuen Elektrik und Beleuchtung.  Am 3. Advent findet immer ein Adventsnachmittag mit guter Resonanz statt. Zu Fuß ging es dann weiter zum Pfarrhaus. Dieses wurde aufwendig renoviert. In Verbindung mit dem wunderschönen Garten ist dies eine Oase im Ort. Auf dem Fußmarsch war Herr Schneider sichtlich angetan. „Mich beeindruckt diese stabile Einwohnerzahl. Die Jugend scheint sich hier wohl zu fühlen.“, meinte er.

Der nächste Halt war das FFW-Gerätehaus. Herr Jäger informierte kurz über die Einsatzabteilung, die 12-köpfige Jugendfeuerwehr und den Zustand des Objekts. Herr Kuß erläuterte die vorangetriebenen Planungen und die Absicht den neuen Stellplatz an das DGH zu bringen.

Vera und Andy Scheffel brachten der Jury den landwirtschaftlich geprägten Charakter des Ortes nahe. In ihrem biologischen Mutterkuhbetrieb züchten sie im Nebenerwerb Rinder. Manche werden auch selbst aufgezogen. Da staunten die Gäste nicht schlecht.

Katja Hartung oblag es kurz über den Friedhof zu referieren. „Der Umgestaltungswusch des Friedhof entsprang bürgerschaftlichen Engagement. 80 Prozent sind umgesetzt. Restarbeiten stehen noch aus.“

Nun wieder auf den Traktor.   Am Dorfe entlang zum Dorfgemeinschaftshaus. Hier wartete bereits Dietmar Schulz vom Schützenverein auf den Trupp. „Mit etwa 70 Mitgliedern ist dies der größte Verein im Ort. Diesen Schießstand haben die Bürger selbst gebaut.“, tat er den Gästen kund. Beeindruckt zeigte sich die Jury bei der Begehung des Schießkellers.

Nun ging es in die anderen Teile des Hauses. Der Gemeinschaftsbereich wird rege genutzt. „Wir wollen das Haus mit Leben erfüllen“, ist die Absicht des Ortsteilbürgermeisters.

Im Bürgermeisterbüro steht der Dorffunk. N(ostalgie) pur. Da holten sich die Mitglieder der Jury ein Auge. „Hier kannst du ohne Probleme die Fortsetzung von Sonnenallee drehen“, ist sich der Ortsteilbürgermeister bei der Betrachtung seines Zimmers sicher.

Herr Kuß stellt kurz die Umbaupläne vor. „Hier soll ein Dorfzentrum“ entstehen, Kinder und Senioren, Vereine und Feuerwehr – Alles an einer zentralen Stelle“, meint Ortsteilrätin Petra Just.

„Denken Sie aber an die Barrierefreiheit!“, äußerten unisono die Herren Juroren Walther und Schneider.

Mit Gefährt ging es nun durch die Bärenecke über den Sportplatz zurück zur Gaststätte „Am Ellern“.

Der Sportplatz wird vor allem freitags genutzt. Hier trainiert die nördlichste Unisex-Fußballmannschaft Thüringens. Vom 9-Jährigen Jungen bis zur 51-Jährigen Dame ist alterstechnisch Alles vertreten.

Bis zu 18 Spieler(-innen) treiben hier gemeinsam Sport.

Zum Abschluss stellte, begleitend zu einem kleinen Imbiss, Frau Hartung den 2014 gegründeten Förderverein Ortsentwicklung Appenrode vor. 49 Mitglieder sind es nach 2 Jahren.

„Der Dorffunk steht ganz oben auf der Agenda!“, meinte Sie. „Wir haben investiert und werden weitermachen. Spenden und 5000 Euro Lottomittel werden uns dabei helfen!“ Dirk Jäger referierte kurz über die Hayner Bücher.

Zum Abschluss eine kurze Frage-Antwort-Runde und die Bereisung nahm ihr Ende. Die Jury bedankte sich bei den Appenrödern für den straffen und top organisierten Zeit- und Ablaufplan.

Burkhard Becker brachte in seinem Statement den eigentlichen Sinn des Wettbewerbs mit wenigen Worten auf den Punkt: „Ich wusste gar nicht, dass wir so viel zum Zeigen haben!“, war er sichtlich überrascht.

Da wird einem bewusst, was man sonst so eigentlich gar nicht mehr sieht.

Dies ist Antrieb und Motor weiterhin mit bürgerschaftlichen Engagement, Projekte vor Ort anzugehen und umzusetzen, immer getreu dem Motto: „Unser Dorf hat Zukunft!“

Förderverein Appenrode.ev